Schulpartnerschaft mit Jelenia Góra

Bericht über die 21. Deutsch-Polnische Begegnung vom 6.9.-12.9.09

Am Sonntag, den 6.9. starteten wir mit 12 Personen, 11 Schüler und ein betreuender Lehrer dank billigem Wochenendticket zu einer spannenden und umwegereichen Fahrt durch die Mitte und den Süden Deutschlands in Richtung Görlitz, wo wir von den gastgebenden Lehrern empfangen wurden. Mit Berlinern gestärkt, brachte uns der dorthin  bestellte Bus nach Jelenia Góra.

Ankunft in Görlitz
Ankunft in Görlitz

Am Abend dort angekommen, wurden wir alle sehr herzlich begrüßt. Wir erhielten die mit Spannung erwarteten Programme und anschließend  wurden die Schülerinnen und Schüler ihren alten oder neuen Freunden und den gastgebenden Eltern zugeteilt. Nur noch einige kleine Formalitäten und wir begaben uns in die Gastquartiere, wo wir einen ersten wunderbaren Eindruck von der polnischen Gastfreundschaft erhielten.


Am Abend in Jelenia Góra

 

Am Montagmorgen traf man sich im 1. Lyzeum wieder, um sich kennen zu lernen. Zu Anfang wurden wir vom Direktor der Schule begrüßt.

Die gastgebenden Lehrerinnen hatten wieder einige neue nette Spiele vorbereitet, die die Geschicklichkeit und Zusammenarbeit der ganzen Gruppe erforderten, und die dazu beitrugen, das sich direkt zu Anfang eine offene und lockere Atmosphäre einstellte.

Danach begaben sich die Schüler in gemeinsam ausgewählte Unterrichtsstunden, um etwas von dem ihnen fremden Unterrichtsformen und die Lernsituation ihrer neuen Freunde zu erfahren. Nach dem Mittagessen und der Besichtigung der Stadt stand die Turnhalle der Schule zur Verfügung, um miteinander Volleyball zu spielen, ein Angebot, was von den Schülern ausgiebig bis in den frühen Abend genutzt wurde. Den späten Abend verbrachten die Schüler in den Gastfamilien.

Dienstags begaben wir uns auf eine zweitägige Reise nach Wrocław (Breslau). Zuerst einmal ging die Fahrt nach Bad Kudowa und Pstrążna (Straußeney), wo wir das Freilichtmuseum für Volkskunde (Skanzen) besuchten. Dort hatten wir die Möglichkeit, anschaulich den Weg des Kornes von der Ernte bis zum fertigen Brot zu verfolgen und alle Schüler durften auch selbst ihre Fähigkeiten in diesen handwerklichen Künsten erproben.

Beim Verlassen des Geländes präsentierten die Schüler einander die fertigen Brote und nahmen sie zum Verzehr mit in den Bus.

Nach dem Mittagessen in Kudowa machten wir uns auf den Weg nach Osuwka. Dort informierten uns zwei Führer über den Gruben- und Tunnelkomplex Riese in Walim (Wüstewaltersdorf) der unter größter Geheimhaltung der Nationalsozialisten und mit vielen Opfern von Häftlingen und Fremdarbeiter im Gestein des Riesengebirges angelegt worden ist. 

Wir setzten unsere Reise mit dem Bus fort und erreichten am Abend unser Quartier in Wrocław. Nach dem Beziehen der Zimmer begaben wir uns zum Abendessen und der Besichtigung der Stadt auf den alten Marktplatz.

Am Mittwoch trafen wir uns nach dem Frühstück in unserem Quartier und dem Packen der Reisesachen im städtischen Kulturzentrum Klubie pod Kolumnami, um uns von einem Tanzlehrerpaar in die Geheimnisse des irischen Tanzes einweihen zu lassen. Zu rhythmischen Jiggs und Reels übten wir zahlreiche Formations- und Kreistänze.

Nach der mittäglichen Besichtigung der Stadt fuhren wir mit dem Bus nach Groß-Rosen, einem Arbeitslager aus der der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. In einem Film informierten uns Zeitzeugen über ihren Aufenthalt und die Lebens- und Arbeitssituation in diesem Lager. Im Anschluss daran sahen wir uns die Ausstellung mit Dokumenten aus der Lagerverwaltung an. Eine Mitarbeiterin des Dokumentationszentrums führte uns durch das Barackengelände und zum angrenzenden Steinbruch, in dem die Häftlinge unter harten und grausamen Bedingungen arbeiten mussten und wir legten an der Gedenkstätte ein Blumengebinde nieder. Nach der Rückkehr nach Jelenia Góra verbrachten die Teilnehmer den Abend in den Familien.

Für den Donnerstagmorgen stand die Besichtigung des historische Archiv der Stadt (Archivum paṅstowe we Wrocławiu Odział w Jeleniej Górze) auf dem Programm. Dessen Leiter zeigte und erläuterte uns die wichtigsten Dokumente der Stadtgeschichte und des schlesischen Umlandes. Danach besichtigten wir die dortige Ausstellung anlässlich des 20. Jahrestages der Wende in Polen. Die Schüler konnten in der anschließenden mittäglichen freien Zeit die Stadt besichtigten und dort zu Mittag essen und am frühen Nachmittag traf man sich zu einem Gedankenaustausch und zur Anfertigung der Erinnerungsdokumente im Deutschunterrichtsraum der Partnerschule. Hierbei überreichten wir auch der Schule unser Gastgeschenk.

Freitags ging es mit dem Linienbus zu einer geführten Wanderung von Schlarska Poręba (Schreiberhau). Nach einer kurzen Führung durch die Ortschaft und über den Friedhof mit Besichtigung der Grabstätte von Carl Hauptmann in Niederschreiberhau wanderten wir durch die Natur des Riesengebirges und erklommen z.B. die Zuckerschale (Chybotek) einem ca. 4 m langen wackelnden Granitfelsen. Vorbei ging es am Haus des böhmischen Malers Wlastimila Hofmana zur Villa Wiesenstein (Carl und Gerhart Hauptmann Haus) in Jagniątków (Agnetendorf), wo wir die Gartenanlage und das Carl-Hauptmann-Denkmal besichtigten. Von da begaben wir uns über den Ausblickspunkt Rabenstein zum Zackenfall (Kamienna) und zu einer oberhalb gelegenen Baude, wo uns der Direktor mit einem deftiges Grillmittagessen erwartete. Nach dem Abstieg fuhren wir mit dem Linienbus nach Hause und die Schüler feierten den letzten Abend in ihren Gastfamilien.

Am Samstagmorgen trafen wir uns dann zur Rückfahrt im Bahnhof von Jelenia Góra. Mit dem Zug reisten wir nach Görlitz und von da weiter nach Koblenz. Auf der Fahrt entlang der Mosel wurden einige Schüler an für sie günstigen Stationen abgeholt. Mit der Ankunft in Wittlich endete dann am Abend auch für den Rest der Gruppe diese wieder sehr schöne und erlebnisreiche Begegnung.

 

Irischer Tanzworkshop

 

 

 

Vorbereitung der Begegnung vom 6. 9.- 12. 9. 2009:

Für diese Begegnung sind 11 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Schülerinnen und Schüler, die sich von der letzten Begegnung kennen, werden ihren Partner wiederfinden, sofern dieser sich auf polnischer Seite anmeldet.

Die Fahrt wird auf Wunsch aller Teilnehmer um einen Tag verschoben. Sie findet  also  vom 6. 9.- 12. 9. 2009 statt. Die polnische Seite zeigte sich mit der  Verlegung einverstanden. Der Startpunkt der Reise ist in Koblenz (Details der Reiseplanung). Die Anreise bis dahin geschieht mit PKW's und wird zur Zeit koordiniert. Auf Wunsch der Schüler wurden alle Reiseplanungen storniert und die Anreise erfolgt unter Nutzung des "Schönen Wochenende Tickets" ohne Platzreservierung. Die polnische Seite war so hilfsbereit, uns einen Bus zum Abholen von der Bahn an die Grenze zu schicken, so dass wir, wenn wir alle Verbindungen bekommen, nicht so spät in Jelenia Góra ankommen werden.

Trotz der eventuellen Verbilligungen der Reise wird gebeten, erst einmal die vereinbarten ursprünglichen Reisekosten (140,- €) auf das angegebene Konto (Stichtag Mittwoch, 2. 9. 09) unter Angabe des Namens und dem Stichwort "Polen 2009" zu überweisen. 

Zum Programm:

Montag ist Schulbesuchstag. Vom Dienstag auf Mittwoch ist eine Übernachtung in Breslau mit einem "nächtlichen Lichtevent" geplant,  auf der Rückfahrt am Mittwoch der Besuch des KZ Groß-Rosen. Weiter steht der Besuch eines Freilichtmuseums mit einer "handwerklichen" Aktivität auf dem Programm. (Zum vorläufigen Programm)

Informationen:

Die angemeldeten Schülerinnen und Schüler können sich im Lo-net (Adresse: http://www.lo-net2.de/) zur Einholung von Informationen einloggen. Das vereinbarte Passwort muß falls notwendig auf 8 Zeichen verlängert werden. Dies geschieht nach der Grundeingabe durch Hinzufügung von Ziffern ab 1 aufwärts. Nach Anklicken des Registerblattes "Institution" wählt man den Klassenraum aus der Liste aus und begibt sich in die Dateiablage. Dort können auch die Steckbriefe eingestellt werden (Abgabefrist bis Mittwoch, 2. 9. 09). Leider warte ich immer noch auf Steckbriefe, die mir auch gemailt werden können. Ab morgen früh macht das sicher keinen Sinn mehr.

Unser letztes Treffen ist morgen nach der dritten Stunde, also um 10.05 Uhr. Der Ort wird am Schwarzen Brett bekannt gegeben (Themen: Endgültige Klärung der Anfahrt nach Koblenz und Telefonkette).

 

Bilder von der letzten Begegnung

Abfahrt in Koblenz beim letztjährigen Besuch

Ankunft in Görlitz

 

Die Teilnehmer der letzten Begegnung in Polen

 

Die Teilnehmer der letzten Begegnung in Daun

 

H.P.Greven